Hybride Speicher verbinden zwei Technologien, etwa eine für viel Energie und eine für hohe Leistung. Ihr Nutzen wurde bisher meist an Einzelfällen gezeigt. Eine allgemeine, anwendungsunabhängige Bewertung fehlte.
- Rahmen: Leibniz Universität Hannover, Institut für Elektrische Energiesysteme, Fachgebiet Elektrische Energiespeichersysteme
- Stand: Dissertation eingereicht und begutachtet, Disputation Ende November 2026
- Werkzeuge: Python, Pyomo, GLPK, IPOPT, pygmo, Rechencluster mit SLURM
Inhalt
- Theoretische Auslegungsgrenzen: wann ein Hybridspeicher kleiner ausfallen kann als ein Einzelspeicher
- Benchmark-Satz repräsentativer Lastprofile für unverzerrte Vergleiche (ESTSS)
- Repräsentative Energiemanagementstrategien, abgeleitet aus einer Meta-Review
- Vergleich von vier Strategieklassen (filter-, totband-, MPC- und Fuzzy-basiert) in rund 10.000 Konfigurationen: gegenüber einer Referenz mit perfekter Vorhersage typischerweise 3 bis 10 % Überdimensionierung. Auslegung und Strategieentwurf lassen sich mit geringem Verlust trennen
- Einfluss von Wirkungsgrad und Selbstentladung in über 800.000 Parameterkonfigurationen: gegenüber einem verlustäquivalenten Einzelspeicher selten mehr als 3 % Größenvorteil, aber oft über 20 % weniger Verluste. Beides lässt sich statistisch am besten durch den Variationskoeffizienten des Lastprofils erklären (Korrelation ≈ 0,9)
Ergebnis
- Dissertation: Hybrid energy storage systems: a generalized quantitative analysis with a focus on system sizing
- Sechs Fachartikel als Erstautor, quelloffene Software und Daten: siehe Über mich
